Bienenwachs

Neben Honig, gibt es ein weiteres Bienenprodukt was von den Bienen erzeugt wird. Das Bienenwachs.

Bienenwachs hat heute nicht mehr die Bedeutung, dass es früher mal hatte. Durch Kunstwachse wie Paraffinwachs und Stearinwachs ist es als Kerzenwachs verdrängt worden.

Neben den Imkern, nutzt die Lebensmittelindustrie Bienenwachs als Überzugsmittel (z. B. Weingummi).

Im Mittelalter hatte das Bienenwachs ein weit aus größere Wertschätzung als Honig. Kerzen aus Bienenwachs hatten einen besseren Duft, als Kerzen aus Rindertalg oder Kienspan. Dadurch war es sehr Kostbar.

Bienen erzeugen das Wachs mit ihren Wachsdrüsen am Hinterleib. Sie bauen damit Ihre Waben, um ihre Brut zu pflegen oder ihren Futtervorrat zu lagern. Rohwachs ist Anfangs weiß und wird durch den Kontakt mit Pollenöl gelb, rot oder braun. Bei der Wachserzeugung der Bienen spricht

man vom Wachsschwitzen. Bei diesem Prozess werden in den Drüsen der Baubienen Glukose und Fruktose zu langkettigen Fettsäuren umgebaut. Für den Umbau zu diesen höherwertigen Fettsäuren wird viel Zucker verbraucht. Schätzungen gehen von 4-10 kg Honig für 1 kg Bienenwachs aus.

Durch die Biowelle wird das Bienenwachs wieder interessanter. Neben Bienenwachskerzen, wird es auch zu Seifen, Cremes und Möbelpolitur verarbeitet.

Größter Abnehmer bleibt die Imkerschaft. Viele Imker bauen sich ihren eigenen Wachskreislauf auf, um Rückstande durch Medikamente gegen die Varroa und Pflanzenschutzmittel in den Mittelwände auszuschließen. Im Wachskreislauf

wird das Wachs der Brutwaben aus dem Kreislauf entnommen auch um Krankheiten wie die Amerikanische Faulbrut zu unterbinden und z. B. zu Kerzen weiter verarbeitet. Das Deckelwachs der Honigwaben wird zu neuen Mittelwänden.

In vielen Imkereien, wird mittlerweile der Brutraum als Naturwabenbau, ohne Mittelwand, ausbauen gelassen.

Ab November, nach der Honigsaison, bietet die Imkerei De Marinis, Kerzen aus 100% Bienenwachs an.